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Dr. Holger Lund
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Moskau
Fotografien von Claudia Hummel

Manufaktur Bilderwand vom 20.09.-30.10.1999

Text von Holger Faas

Claudia Hummel, geboren 1970, installierte Haselnüsse und Teertropfen in Zügen der Deutschen Bundesbahn, wozu sie ein Studium an der Kunstakademie Stuttgart bei Baumgartl, Michou und Kosuth animierte. Zur Belohnung für ihre künstlerischen Ein- und Ausfälle wurden ihr bereits Ausstellungen in New York und Hamburg zuteil.

Moskau - ein künstlerischer Einfall: Mit der Kamera versehen, fällt die Künstlerin in Moskau ein, zweimal, 1995 und 1998. Zum ersten Mal sind nun die Resultate davon zu sehen, ungeschminkt, unzensiert.

Moskau - ein künstlerischer Ausfall: Ausgefallen sind zunächst die Menschen. Gesäubert von jeglichen Zweibeinern kann sich die Moskauer Architektur in ihrer ganzen Zweifelhaftigkeit entfalten. Ausgefallen ist aber auch der räumliche Standort: Gemäß dem Prinzip dekonstruktivistischer Philosophie gilt die fotografische Aufmerksamkeit nicht dem Zentrum, sondern der Peripherie, mithin dem gesamten architektonischen Müll, der sich um das Zentrum ballt. Ausgefallen ist nicht zuletzt das Resultat dieser Unternehmung, wenn sich etwa zeigt, dass Moskau wie Miami aussieht, dass der Moskauer Mond so elektrisch und schamlos glüht wie eine Straßenlampe, und dass es eine Poesie der Trostlosigkeit gibt.

Die Ergebnisse von Claudia Hummels Reise in die Psyche der Vorstädte präsentiert die Bilderwand vom 20.09.-30.10.1999. Claudia Hummels Fotoarbeiten setzen die Reihe "Fotografie" fort, innerhalb welcher in lockerer Folge Fotoarbeiten gezeigt werden.



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